{"id":136,"date":"2025-12-15T21:20:00","date_gmt":"2025-12-15T20:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steine-in-der-stadt.org\/news\/?p=136"},"modified":"2026-06-06T21:26:37","modified_gmt":"2026-06-06T19:26:37","slug":"rueckblick-auf-die-17-arbeitstagung-in-xanten-9-12-10-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steine-in-der-stadt.org\/news\/2025\/12\/15\/rueckblick-auf-die-17-arbeitstagung-in-xanten-9-12-10-2025\/","title":{"rendered":"R\u00fcckblick auf die 17. Arbeitstagung in Xanten (9. &#8211; 12.10.2025)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Jahr kamen die Netzwerker zur Arbeitstagung nach Xanten in den \u00e4u\u00dfersten Westen Deutschlands. Der Einladung des Vereins zur Erhaltung des Xantener Domes e.V. mit dem Leiter der Dombauh\u00fctte Johannes Schubert folgten mehr als 40 Teilnehmende an den Niederrhein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie \u00fcblich fand am Vortag die j\u00e4hrliche Koordinatorensitzung statt. Abends trafen sich viele Tagungsteilnehmende zum gem\u00fctlichen Gedankenaustausch im Wirtshaus \u201eNeumaiers\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Auftakt begr\u00fc\u00dften der 1. Koordinator des Netzwerkes Gerhard Lehrberger und die Vorsitzende des Dombauvereins. Den ersten Vortragsblock er\u00f6ffnete Johannes Schubert mit Ausf\u00fchrungen zur Geschichte und Restaurierung des Xantener Doms. Karin Kirchner stellte die Gesteine am Dom vor, die urspr\u00fcnglich haupts\u00e4chlich \u00fcber den Rhein aus S\u00fcden transportiert wurden, wie die Tuffe und Trachyte aus der Eifel und vom Drachenfels, sp\u00e4ter auch aus dem Westerwald, Basaltlava aus Londorf und f\u00fcr die bildhauerischen Elemente Sandsteine, vor allem aus den Baumbergen bei M\u00fcnster. Christoph Schaab sprach \u00fcber die Konservierung und Restaurierung der Rheinischen Denkmalgesteine. Danach stellte Gunnar Siedler das 3D-Modell vom Xantener Dom als Grundlage der Gesteinskartierung vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Vortr\u00e4ge folgten am Nachmittag, darunter \u00fcber das Geologische Profil Xanten (Stefanie Schr\u00f6der), die Schmucksteine des mittelalterlichen Mosaiks aus dem Xantener Dom (Vilma Ruppien\u0117 &amp; Maryia Auseikava), den Baumberger Sandstein (Esther von Plehwe-Leisen), den Pl\u00e4ner-Kalkstein (Heiner Siedel) sowie Natursteinmuseen, Schausteinbr\u00fcche und Lithotheken (Ferdinand Heinz).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In zwei Exkursionen f\u00fchrten J. Schubert, T. Knapp, K. Kirchner und C. Schaab in den Kreuzgang und S\u00fcdturm des Xantener Doms sowie zu den Steinen im und am Xantener Dom.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \u00f6ffentliche Abendvortrag im Dom von Barbara Schock-Werner \u00fcber die geschwinde Restaurierung von Notre Dame in Paris sowie dem dort geleisteten Beitrag deutscher Restauratoren vor zahlreichem Publikum war einer der H\u00f6hepunkte der Tagung. F\u00fcr die Netzwerker klang der Freitag stimmungsvoll beim H\u00fcttenabend in der Dombauh\u00fctte aus.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Samstag startete mit der dritten Exkursion. Stefan Marks f\u00fchrte zu den Steinen in der Stadt Xanten, die er akribisch dokumentiert hatte. Im dritten Vortragsblock referierte Vilma Ruppien\u0117 \u00fcber die Natursteinverkleidung in den Bauten der r\u00f6mischen Stadt Colonia Ulpia Traiana, deren Grabungsfunde am Nachmittag im Arch\u00e4ologischen Park auf der vierten Exkursion (gef\u00fchrt durch Peter Kienzle und Bernd Liesen) besichtigt wurden. Oliver Weidlich zeigte in seinem Vortrag \u00fcber den Geopark Grenzwelten (vorbereitet mit Georg Bresser) ein eindrucksvolles Beispiel f\u00fcr das Anliegen des Netzwerks, verbaute Naturwerksteine der \u00d6ffentlichkeit nahezubringen. Ulrich Kaplan sprach \u00fcber den \u201eWaldecker Marmor\u201c und Stefan Marks \u00fcber \u201eAqu\u00e4duktmarmor\u201c. Anschlie\u00dfend fand die traditionelle Diskussion \u00fcber die Entwicklung des Netzwerkes statt. Um die Aktivit\u00e4ten an verschiedenen Orten bekannter zu machen, werden alle Akteure aufgefordert, Veranstaltungen f\u00fcr den Kalender auf der Internetseite des Netzwerkes unter <a href=\"http:\/\/www.steine-in-der-stadt.de\">www.steine-in-der-stadt.de<\/a> anzumelden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der letzte Tagungstag (Sonntag) stand im Zeichen einer Exkursion nach Nijmegen in den Niederlanden. Timo G. Nijland und Hendrik Jan Tolboom zeigten, dass auch dort au\u00dfer den omnipr\u00e4senten roten Ziegelsteinen eine Vielfalt an Naturwerksteinen, die dort, wie in Xanten, von der Antike bis in die Moderne haupts\u00e4chlich \u00fcber den Rhein aus der Eifel und anderen Regionen herangeschafft und verwendet wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Teilnehmenden an der Arbeitstagung danken Johannes Schubert und seinem Team der Dombauh\u00fctte, dem Verein zur Erhaltung des Xantener Doms und dem Verein der Landfrauen, die die Tagung sehr lecker traditionell verk\u00f6stigt haben, sowie den niederl\u00e4ndischen Kollegen f\u00fcr diese ausgesprochen gelungene Arbeitstagung &#8211; von vielen Netzwerkern quasi als Familientreffen im besten Sinne empfunden. Das Netzwerk freut sich auf das n\u00e4chste Treffen in G\u00fcstrow vom 11.-14. Juni 2026, zu dem Arnold Fuchs eingeladen hat und wo wie in Xanten der Dom eine zentrale Rolle spielen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerda Schirrmeister und Angela Ehling<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Foto: Die Tagungsteilnehmer im Innenhof des Doms St. Viktor in Xanten<\/em>; Bildrechte:<em> Netzwerk Steine in der Stadt<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Jahr kamen die Netzwerker zur Arbeitstagung nach Xanten in den \u00e4u\u00dfersten Westen Deutschlands. Der Einladung des Vereins zur Erhaltung des Xantener Domes e.V. mit dem Leiter der Dombauh\u00fctte Johannes Schubert folgten mehr als 40 Teilnehmende an den Niederrhein. Wie \u00fcblich fand am Vortag die j\u00e4hrliche Koordinatorensitzung statt. 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